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© Jess Zoerb

Ein Rettungsring für den Alltag – Hausaufgaben

So gelingt eine friedvolle Routine

Worum geht’s? 

Natürlich sind Hausaufgaben am Anfang ein Riesenspaß: Buchstaben mit lustigen Farben nachspuren. Wörter wie „Sonne“ oder „Nebel“ dem Thema „Wetter“ zuordnen. In Mathe wird vorwärts und rückwärts gezählt. Und eine Uhr lesen zu lernen, das macht Kindern wie Eltern doch mindestens genauso viel Laune wie die Übungen rund um das Fahrrad. Zumindest in den ersten beiden Grundschulklassen. Aber irgendwann wird das Hausaufgabenmachen eben auch zur Pflichterfüllung und Routine. Sie halten von den wirklich wichtigen Sachen ab: Spielen, Freundinnen und Freunde treffen, Daddeln, Welt erkunden, Chillen. Schon klar, die Verfestigung des Gelernten ist pädagogisch richtig und sinnvoll. Aber was, wenn das eigene Kind keinen echten Mehrwert in den Hausaufgaben erkennt – oder keinen tieferen Sinn? Was können wir als Mutter oder Vater tun, wenn Lust und Motivation unseres Kindes nach und nach flöten gehen? Und wie verhalten wir uns als Eltern am besten, wenn es immer mehr trödelt, wütend wird oder sich sogar komplett verweigert? Gibt es da noch was anderes außer Hilflosigkeit?

Was steckt dahinter? 

Lust ist eine hohe Motivation bei Kindern. In der Psychologen-Sprache wird sie auch ”intrinsisch” genannt, weil sie von innen her kommt. Wenn die Lust schwindet, taucht selbst bei kleineren Kindern die Frage auf, wozu das alles gut sein soll. Vor allem, wenn wir Eltern zu viel Druck machen und Angst entsteht. Manchmal ist es aber schlicht eine Machtprobe: Kinder testen ihre Selbstwirksamkeit: Wie weit kann ich gehen? Wann helfen mir meine Eltern?

Was könnte helfen? 

Klar, hinter Verweigerung können immer auch messbare Probleme stecken: Legasthenie, Dyskalkulie, manchmal auch Sehschwächen. Das kann man überprüfen lassen. Ansonsten immer der Reihe nach: Hausaufgaben sind Aufgaben der Kinder. Erklären Sie nur, wenn Sie gefragt werden! Sitzen Sie nicht immer daneben! Ein 10-Minuten-Timer hilft, dass Ihr Kind zwischen den Fächern auch Pausen macht. Ein Tipp: Fragen Sie Ihr Kind doch mal auf einer Skala von 0 bis 10, wie groß die Hausaufgaben-Lust ist? Und was passieren müsste, damit es mehr Spaß hat? Oder was es dafür selbst tun würde? Oft entstehen dabei viele kreative Ideen. Und noch was: Die Kontrolle von Hausaufgaben bedeutet nicht, dass Sie überprüfen, ob das Kind alles richtig gemacht hat. Ein Eindruck, ob es die Thematik verstanden hat, muss reichen. Lernen Sie zu ertragen, dass in den Hausaufgaben Fehler sind!

Lieblingslied zum Thema:

Deine Freunde – Hausaufgaben »Schieb, schieb, schieb die Hausaufgaben weg. Später hast du leider Pech: Denn dann kommen sie zu dir zurück!«
ÜBER: Wenn wir nicht gerade mit unseren Rennrädern um die Wette fahren, arbeiten wir als  systemische Berater in unserer Münchner Praxis Liebling + Schatz. Mal abgesehen davon, dass wir ja auch noch zwei tolle Töchter und einen Pudel haben. Als Therapeuten ergründen wir zu zweit mit Paaren und Familien die Ursprünge und Muster ihrer 
Probleme und erarbeiten gemeinsam mit ihnen Lösungswege.

 

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