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© Susanne Pusch

Der Staffen – Bergwalderlebnisweg

Zeitaufwand
ca. 2 Stunden

Distanz
ca. 4,1 km

Der nostalgische Doppelsessellift, der den etwas hochtrabenden Namen Hochplattenbahn trägt, wirkt wie ein Überbleibsel aus dem vorigen Jahrhundert und hat wenig gemein mit den schnellen, modernen Kabinenbahnen und Sesselliften, die den meisten aus den Skigebieten bekannt sind. Sehr gemächlich schweben wir über die Baumwipfel hinweg und können anschließend den immerhin 4,1 Kilometer langen Bergwalderlebnisweg mit all seinen Spiel- und Wissensstationen in Ruhe und voller Elan angehen – mit Kindern ab etwa 8 Jahren ist natürlich auch der Fußaufstieg über die im Winter als Rodelbahn genutzte Forststraße möglich. An der Bergstation angekommen, sehen wir auch schon die erste Attraktion, ein Butterfass mit entsprechenden Erklärungen, flankiert von gemütlichen Schaukeln. Eine gute Gelegenheit, um den Ausblick zu genießen und sich zu vergegenwärtigen, dass die Wanderung heute nicht der alleinige Ausflugszweck ist und – zumindest für die Kinder – auch nicht der wichtigste. Die nächste »Hürde« wartet gleich dahinter: Wir müssen am Spielplatz der Staffn-Alm vorbei. Da sind elterliche Motivierungskünste gefragt, um wieder loszukommen.

Ausgangspunkt

Mit dem Auto: Parkplatz der Hochplattenbahn, 608 m (Navi: 83250 Marquartstein, Schloßstraße 46). Von Westen kommend auf der A 8 bis Ausfahrt Bernau, und auf der B 305 nach Grassau. In der Ortsmitte nach der großen Rechtskurve im Kreisel geradeaus und über die Pettendorfer Straße nach Marquartstein. Dort der Beschilderung folgen. Von Osten kommend bis zur Ausfahrt Grabenstätt, von dort Richtung Grassau und auf der B 305 nach Marquartstein.

Mit Bahn/Bus: Vom Bahnhof Prien oder Übersee mit dem RVO-Bus 9505 bzw. 9509 nach Marquartstein, ca. alle 2 Std. Von der Haltestelle ca. 2 km zu Fuß.

 

Hochplattenbahn

Sessellift, Sommer­betrieb von Anfang Mai bis Anfang November 9–16/17 Uhr; Preise: Erwachsene 10 €, Kinder ab 5 Jahre 6 €, es zahlt nur ein Kind; im Winter gibt‘s eine Punktekarte für den Rodelbetrieb  www.hochplattenbahn.de

Ausrüstung

Wanderschuhe mit guter Profilsohle. Proviant und ausreichend zu trinken, unterwegs keine Einkehrmöglichkeit

Einkehr

Staffn-Alm, bei der Bergstation des Sessellifts mit großem Spielplatz und Schnapsbrennerei (Tel. +49 8641 7740, www.staffn-alm.de)

Kurzcheck

  • gemütlich mit Sessellift oder sportlich zu Fuß zu erreichen
  • Wandern mit Spiel- und Spaßfaktor 
  • gerade im bunten Herbst einen Abstecher wert
  • Wiesen und Waldwege
  • kurze Anstiege, längere Flachstücke
© Susanne Pusch

Highlights der Wanderung

1 Bergfahrt mit einem altmodischen Zweiersessellift Großer Spielplatz an der Staffn-Alm Anschaulich aufbereitete Infostationen zu den Themen Geologie, Almwirtschaft, Schutzwald und Lawinenverbauung Spielstationen zum Klettern, Balancieren und Schaukeln, sehr gut über die gesamte Runde verteilt Erlebnisstationen wie Summstein, Fernrohre und ein Klangspiel des Waldes

Mit dem altmodischen Sessellift der Hochplattenbahn schweben wir von der Talstation in 15 Minuten zur Bergstation, 1020 m. Kleine Kinder können auf dem Schoß sitzen. Wir treten aus dem Gebäude der Bergstation heraus und sehen auf der Wiese direkt vor uns gemütliche Hängesessel, die natürlich getestet werden müssen. Gleich dahinter können wir ein riesiges Butterfass drehen und dabei alles über die Herstellung von Butter erfahren. Dann folgen wir dem breiten Forstweg zur bereits sichtbaren Staffn-Alm und versuchen, die Kinder geschickt am Spielplatz vorbeizulotsen. Denn hier gestrandet, wird es so schnell nichts mehr mit dem Erlebnispfad.

Wir spazieren an der Hütte vorbei und folgen einem unscheinbaren Wiesenpfad geradeaus über die Almwiesen, bis wir auf eine Forststraße treffen. Dort wenden wir uns nach rechts und wandern nun kräftig bergauf. Nach der ersten Kehre verlassen wir die Wiesen und stoßen im Wald auf eine gemütliche Bank. Nach der zweiten Kehre treffen wir auf eine breite Forststraße. Hier beginnt die Runde des Erlebniswegs – der Dreizehenspecht weist uns auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf einen Waldpfad. Noch einmal kurz bergauf, an einer ersten Infotafel vorbei, dann spazieren wir längere Zeit fast eben im dichten Wald dahin. Ab und zu öffnen sich die Bäume für einen Blick nach draußen. An der nächsten Station informieren große Tafeln über den Bergwald und seine Schutzfunktion, Lawinenverbauungen und Baumarten. Kurz danach erreichen wir einen Aussichtspunkt, an dem uns der Chiemsee zu Füßen liegt.

© Susanne Pusch

Weiter folgen wir dem ebenen Weg bis zur Silhouettenwand. Dahinter wartet ein liegender Baumstamm, auf dem man sich durch das Astgewirr seinen Weg suchen kann. Wir befinden uns nun zwischen Großem und Kleinem Staffen, die wir auf diesem Stationenweg komplett umrunden. Leicht bergab folgen wir dem Weg am Kleinen Staffen vorbei und passieren noch weitere spannende Stationen. Wir kriechen in den Spechtbaum hinein, erfahren einiges über die Geologie der Gegend und lauschen am Summstein der Natur. Kurz vor einer T-Kreuzung können wir noch testen, wie leicht oder schwer sich ein Baumstamm anheben lässt.

An der T-Kreuzung könnten wir jetzt dem Erlebnisweg nach links folgen, müssten dann aber nochmals bergauf gehen. Da hier kaum noch Stationen zu finden sind, wandern wir lieber nach rechts bergab. Wir ignorieren die erste Abzweigung links, halten uns an den folgenden Verzweigungen aber immer links. So erreichen wir, stets im schattigen Wald beziehungsweise am Waldrand bleibend, eine Forststraße und auf dieser wieder den flachen Boden um die Staffn-Alm. Ein kleiner Verbindungsweg führt uns nach links auf die freien Almwiesen hinaus. Nach wenigen Metern treffen wir auf eine Wegkreuzung und gehen geradeaus zur vor uns liegenden Staffn-Alm. Hier lassen wir den Tag auf dem Spielplatz oder der angrenzenden Sonnenterrasse ausklingen, bevor wir mit der Sesselbahn wieder ins Tal fahren oder der Forststraße hinunter zum Parkplatz folgen. Wer nicht zur Alm will, ignoriert den kleinen Weg und folgt der Forststraße direkt zur Bergstation.

 

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